Darauf sind wir stolz

Die Geschichte gibt Aufschluss darüber, dass es sich bei dem stattlichen  Anwesen um einen der ältesten, traditionsreichsten Gasthöfe des Marktgräflerlandes handelt.

Im Jahre 1392 kaufte das Spital der Armen und Dürftigen zu Basel vom Kloster St. Gallen den Dinghof zu Egringen. Mit all seinen „ Gütern, Zinsen, Äckern, Matten, Reben Wäldern, Gewohnheiten und Herrlichkeiten“.
Schon im Jahre 1425 erhielt der Spitalmeyer, der Verwalter des Dingenhofes, das Recht, spitaleigenen Wein in einer „ Tafere“ (Taverne) auszuschenken. Diese Tafere wurde neben der Kirche errichtet- der Ursprung des heutigen Rebstocks.
Im Laufe der Jahrhunderte verwalteten und bewohnten zwei Familiendynastien von Spitalmeyern, nämlich Eckenstein und Hopp, das Anwesen. Während der Bewirtschaftung der Familien Hopp wurde schließlich die mächtige Scheune anno 1775, sowie das Haupthaus im Jahre 1807 erbaut, jeweils unterkellert von großen Gewölben. Nach der Säkularisation- das Spitaleigentum fiel an den Großherzog von Baden- verlor der Meyer sine Rechte und das Anwesen wurde 1823 an den Lörracher Arzt Dr. Zollighofer, Leibarzt der Herren von Rotberg, veräußert. Trotz umfangreichen Anbauten, verkaufte Dr. Zollighofer schon 1825 seinen Besitz an Altvogt (Bürgermeister) Gempp, welcher dann 1827 das Realrecht „zum Rebstock“ erhielt.
Nachdem schon etliche Bürger nach Amerika ausgewandert waren, zog es auch Andreas Hagist, gebürtig aus Haltingen und mittlerweile Schwiegersohn von Altvogt Gempp und Besitzer der gesamten Hofstatt, in der Ferne. 1851 verpachtete und 1853 verkaufte er den ganzen Besitz, um mit seiner Frau und sechs Kindern in Amerika eine neue Zukunft zu finden.
Neuer Eigentümer wurde Bürgermeister Johann Georg Aberer, später sein Neffe Johann Friedrich Aberer, welcher es zu Ansehen und Wohlstand brachte. Es wurden Tanzboden, Kegelbahn und eine Metzgerei angegliedert.

In unserem Jahrhundert überstand der Rebstock zwei Kriege und ist immer noch im Familienbesitz. (Insgesamt 7 Generationen)
Er wurde nach dem Krieg von Hans und Hilda Aberer, dem letzten männlichen Erben und Namengeber der Familie Aberer, sowie deren Tochter Brunhilde und Ehemann Dieter Krause bewirtschaftet. Neuer stolzer Besitzer ist seit November 2014 Martin Krause, der Sohn der bisherigen Inhaber.

Das Haus präsentiert sich im zeitgemäßen Gewand, nachdem durch  umfangreiche Umbauten anstelle brüchiger Ökonomiegebäuden, ein neuer Küchentrakt sowie Gästezimmer errichtet wurden. Umgeben von alten Kastanien, ist das schöne Anwesen stets ein Anziehungspunkt für Gäste aus der Region.